Susanne Olfs,
Jahrgang 1962


Zunächst habe ich Theaterwissenschaft studiert und am Theater gearbeitet; schon damals gerne mit Kindern! Mit und für Kinder Theater zu machen ist eine besondere Kunst - denn Kinder reagieren unmittelbar und wollen vom Geschehen gefesselt sein.

Meine Berufslaufbahn wurde früh durch eine schwere Erkrankung unterbrochen, die mich von einem Tag auf den anderen damit konfrontierte, mich nicht mehr bewegen zu können, wie ich es gewohnt war.

In dieser Zeit begann eine tiefgreifende Umorientierung, die viele - grundsätzliche - Fragen aufwarf, die mich seither begleiten. Auf dem Weg der Genesung entdeckte ich die Feldenkrais-Methode. Sie hat ganz wesentlich dazu beigetragen, dass ich mich wieder uneingeschränkt bewegen kann und außerdem - und das ist noch bedeutsamer - hat sie meine Art zu denken und in der Welt zu sein geprägt. Ich beschäftige mich darüber hinaus seit vielen Jahren intensiv mit dem tibetischen Buddhismus.

1992 habe ich meine Ausbildung bei Ruthy Alon in Mailand abgeschlossen. Ruthy verdanke ich eine sehr kreative Art, Bewegungsabläufe zu vermitteln. Weitere wichtige Lehrer waren: Miriam Pfeffer, Gaby Yaron, Yvan Joly und speziell in der Arbeit mit Säuglingen und Kleinkindern: Anat Baniel, Diana Razumny und ganz besonders Chava Shelhav, bei der ich Anfang 2004 die Child'Space Ausbildung abgeschlossen habe.

    Berufliche Eckpunkte:
  • Seit 1990 Lehrtätigkeit in "Bewusstheit durch Bewegung" u.a. bei: Schauspielprojekt, Pädagogisches Institut für Lehrerfortbildung München und Volkshochschulen und Einzelstunden in ‚Funktionaler Integration' in eigener Praxis
  • Aufbau, Organisation und Durchführung von Seminaren "Feldenkrais und Urlaub"; Mitarbeit bei "Neue Wege - Ferienkurse in Europa" seit 1999
  • gemeinsam mit einer Kollegin Kindergarten-Projekt in München
  • Praktikum im Institut für Kindesentwicklung ‚IKE' in Hamburg 2001
  • Lizensiertes Mitglied des deutschen Feldenkrais Verbandes e.V.
    Was ich an dieser Arbeit liebe:
  • sie weckt unser spielerisches Potential und unseren Erfindungsreichtum
  • sie ist nicht bequem, sondern fordert ständig auf, neue Wagnisse einzugehen
  • sie bietet mir vielfältige Möglichkeiten, Menschen in unterschiedlichsten Lebenssituationen zu begegnen
  • sie erinnert mich daran, dass ich stets Lehrer und Schüler zugleich bin
    Was mich interessiert:
  • dass wir aufmerksam werden für das, was wir tun und v.a. wie wir es tun - dass wir Verantwortung übernehmen
  • dass wir nicht bloß Menschen sein wollen, die besser funktionieren, sondern deren Sein belebt ist von Klarheit, Wachheit, Freude und Mitgefühl
  • die Beziehung zwischen Erwachsenen und Kinder zu erforschen und zu bereichern